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FREE ESSAY ON OPERNBALL

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OPERNBALL

BIOGRAPHIE
F Geboren am 5.Juli 1955 in Zwettl /Niederosterreich.
F Studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien.
F 1976-92 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Wespennest. 
F Gemeinsam mit Karl-Markus Gau? Herausgeber der Werke Hugo Sonnenscheins.
F 1986-89 Generalsekretar der Grazer Autorenversammlung.
F Lehrauftrage an den Universitaten Kassel, Innsbruck und Wien. 
F 1989-90 Writer-in-Residence und Gast-Professor am Oberlin College, Ohio. 
F 1986-94 gemeinsam mit Kurt Neumann Organisator der Wiener Vorlesungen zur Literatur.
F Literarisch-musikalische Performances. 
F 1992 Mitbegrunder von SOS Mitmensch.
F Lehrbeauftragter an der Universitat Leipzig. 
F Lebt in Wien und Leipzig / Deutschland. 
Preise, Auszeichnungen
1980 Dritter Preis des Literaturpreises des Autorenwettbewerbs der Zeitschrift profil
Staatsstipendium des Bundesministeriums fur Unterricht und Kunst fur Literatur
Forderungspreis fur Literatur des Theodor-Korner-Stiftungsfonds zur Forderung
von Wissenschaft und Kunst
1984 Forderungspreis der Stadt Wien fur Literatur
1986 Anerkennungspreis des Landes Niederosterreich fur Literatur
1988 Dramatikerstipendium des Bundesministeriums fur Unterricht und Kunst
1989 Preis der Salzburger Literaturzeitschrift erostepost 
1990 Buchpramie des Bundesministeriums fur Unterricht und Kunst
1992-1993 Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien
1994 Forderungspreis des Landes Niederosterreich fur Literatur
ZUSAMMENFASSUNG
Ein ungeheures Verbrechen ist geschehen. Eine kleine Gruppe von Fanatikern hat wahrend
des Opernballs Gas in die Staatsoper geleitet. Kaum jemand hat uberlebt. 
Unter den Opfern ist auch ein junger Kameramann, Sohn des in Wien lebenden
Starjournalisten eines internationalen Nachrichtensenders. Der Vater la?t nun die
Geschichte ihrer Beziehung Revue passieren, die Geschichte eines Mannes, der seine
Karriere auf Leichenfeldern errichtet hat, der den drogensuchtigen und psychotischen Sohn
immer wieder im Stich gelassen hat, um nicht anderswo die Chance auf Massaker zu
verpassen. Die weltweite Live-Ubertragung des tausendfachen Gas todes hatte er
zweifellos als Hohepunkt seines Berufslebens empfunden. 
Unterbrochen werden diese Gedanken von den Erzahlungen mittelbarer und unmittelbarer
Zeugen der Katastrophe, darunter auch der einzige Uberlebende aus der Verschworergruppe.
Neben authentischen Personen treffen wir die Trager unschwer entratselbarer Pseudonyme.
Andere Gestalten des offentlichen Lebens sind schwer oder gar nicht zu identifizieren,
was zwar bei den in das fiktive Attentat verwickelten Personen nachvollziehbar ist. 
Zuletzt wird zwar eine Auflosung angeboten - gewisse Polizeigro?en haben sich der Gruppe
bedient, um sich als Losung des von ihnen selbst geschaffenen Problems an
die Spitze des Polizeiapparates.
PERSONLICHER KOMMENTAR
Der Roman Opernball hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es am Anfang ein bisschen langsam
und verwirrend ist, wird man schnell davon abhangig. Verwirrend in dem Sinn, dass man
nicht weiss, wer spricht oder wer was erzahlt, trotzdem ein sehr guten Roman.
Ich habe das Buch gewahlt, weil das Thema (Auslanderhass und Terrorismus) so aktuell ist.
Besonders nach der Bildung der neue Regierung in Osterreich ist es uberhaupt das Thema,
nicht nur in Osterreich, sondern auch in Europa.
Es ist auch zum bemerken, dass Josef Haslinger Giftgas als Todesmittel benutzt hat. Die
Symbolik, dasselbe Gas, das in Auschwitz und anderswo eingesetzt wurde.
Leider, wurde die Fiktion Realitat, da in Wien kurz nach der Erscheinung des Roman ein
Atentat gab. Seine Worte daruber waren; Ich wollte eine Negativutopie schreiben, um der
Wirklichkeit den Spiegel hinzuhalten, und fuhle mich jetzt hochst unwohl, gesteht
Haslinger, von der unerwarteten Aktualitat geschockt zu sein.
Wie aktuell ist Josef Haslingers Opernball im Hinblick auf die aktuelle politische Lage
in Osterreich und Europa?
Der Roman Opernball von Josef Haslinger scheint gerade in den letzten Monaten an
Aktualitat gewonnen zu haben. Der Opernball hat zwar wie immer stattgefunden. Es gibt
keine offentlich bekannten Ubergriffe auf Auslander oder Minderheiten. Trotzdem macht
einem der Roman Opernball unter Berucksichtigung der politischen Entwicklungen in Europa,
auch bei uns in Spanien sind wir nicht gefeit vor auslanderfeindlichen Ausschreitungen,
betroffen. Warum schaffen es populistische Fuhrer immer wieder Scharen von willenlosen
Gefolgsleuten um sich sammlen und damit Angst und Schrecken zu verbreiten? Als
Osterreicher hat Josef Haslinger naturlich bezug auf die dunkle osterreichische
Vergangenheit genommen und in seinem Roman Opernball viele Analogien und versteckte
Hinweise auf Hitler bzw. Haider miteingebaut. Wie Hitler wohnt der in Haslingers Roman
GERINGSTE genannte Anfuhrer der Rechtsradikalen in einem von Auslander ubergehenden Haus.
Auch Hitler hat in seiner versuchten Studienzeit in Wien unter extrem schwierigen
Bedingungen gelebt, er wohnte in einem Manner-Wohnheim, wo die meisten anderen Bewohner
Assoziale bzw. Arbeitslose waren. Interessant erscheint der Name GERINGSTE, wenn man
bedenkt, da? Hitler nicht auf die in den 20-iger Jahren von einer judisch Elite
dominierten Kunst-Universitat aufgenommen wurde und sich ungerecht behandelt gefuhlt hat.
Dieses Gefuhl, schlechter oder ungerecht behandelt zu werden findet sich in
erschreckender Weise in fast allen extremen Bewegungen. Uberall wird ein Schuldiger
gesucht, um uber eigene Probleme oder Unzulanglichkeiten hinwegzutauschen. Insbesondere
jene, die Ihren Arbeitsplatz verlieren, die keinen Zukunftsperspektiven haben, neigen
dazu sich extremen meist auslanderfeindliche und rechtsradikale Gruppen anzuschliessen.
In Ostdeutschland beispielsweise tendieren sehr viele Jugendliche, die keine Chance auf
einen Job sehen und gleichzeitig damit konfrontiert sind, da? z.B. der deutsche Kanzler
Schroder tausende Software-Ingenieure aus Indien nach Deutschland zu holen, dazu mit
rechtsradikalen Spruchen auf die Strasse zu gehen. Die Angst Europas, da? Osterreich ein
schlechtes Paradigma fur die ubrigen Mitgliedsstaaten sein konnte, ist nicht ganz
unbegrundet. Uberall gibt es Verlierer aufgrund der EU. Jedes Land hat Problemzonen, z.B.
die ehemaligen Bergbau-Regionen, etc., wo ein Gro?teil der Bewohner arbeitslos ist. Diese
ehemals traditionell sozialistisch wahlenden Menschen wahlen jetzt in Osterreich z.B.
FPO. Warum ist das aber gerade in Osterreich so und in Spanien nicht? Die Probleme sind
ahnlich. Die Menschen unterscheiden sich auch nicht. Wenn man sich die Ausschreitungen in
Sudspanien ansieht, dann erkennt man, da? auch wir anfallig fur solche politischen
Stromungen sind. Der Unterschied besteht darin, da? in Osterreich in der Person Jorg
Haiders ein politisches Talent existiert, der es schafft, durch Ausnutzen von emotionalen
Stimmungen, Menschen um sich zu scharen. Deswegen, nicht die Menschen an sich sind so
unterschiedlich, sondern in der Person eines Mannes, Jorg Haider, manifestiert sich die
Gefahrlichkeit der Auslanderfeindlichkeit. Alle Menschen haben Vorurteile und jeder hat
sich schon dabei erwischt, in gewissen Situationen, etwas unfreundliches uber Auslander (
z.B Marokkaner) gedacht zu haben. Trotzdem ist das an sich noch nicht gefahrlich sondern
menschlich. Gefahrlich ist, und hier versucht Josef Haslinger durch seine Roman Opernball
mehr Sensibilitat zu schaffen, da? eine Person sogar in einem so "reichen Land wie
Osterreich durch verbale Hetze auf Auslander Erfolg um Erfolg bei Wahlen feiert. Woran
liegt dieses Phanomen? Einerseits gibt es in jeder Gesellschaft Gruppen, die aufgrund
schlechter beruflicher Ausbildung, niederer gesellschaftlicher Herkunft, etc. Komplexe
haben (=Geringste), die, wenn sie "richtig genahrt werden, zu gefahrlichen, weil nicht
abschatzbaren Ergebnissen fuhren konnen. Durch bewu?tes Schlechtmachen von Minderheiten
und Ausnutzen von Vorurteilen, wie z.B. alle Schwarzen sind Drogendealer, etc.,
profitieren Politiker wie Haider. Die Wiederholung der Geschichte und die Analogie
zwischen Hitler und Haider liegt darin, da? im grunde dieselbe Art von Menschen von
diesen Populisten angezogen werden. Meist sind es die sogenannten Verlierer und Versager.
Hitler hat die extrem hohe Arbeitslosigkeit in den 30-iger Jahren ausgenutzt, um an die
Macht zu kommen. Ebenso versuchen andere politische Rechtspopulisten in Europa von den
steigenden Arbeitslosenzahlen zu profitieren. Insbesondere die Folgen der Globalisierung
und der EU hatten steigende Arbeitslosenzahlen zur Folge, die wiederum Unzufriedenheit
und Frustration auslost. Menschen, die sich ungerecht behandelt fuhlen und glauben, da?
sich keiner um sie kummert sind leicht davon zu uberzeugen, da? nicht sie selber an der
Situation Schuld sind, was ja teilweise auch stimmt, sondern da? eben die Auslander Ihre
Jobs wegnehmen, etc. Das eine Aussage von Josef Haslinger Roman Opernball.
Andererseits erkennt man, da? sich Geschichte immer wieder wiederholt. Der Wunsch oder
die Hoffnung,da? man aus der Geschichte lernt, scheint leider vergebens. Das
Kurzzeitgedachtnis des Menschen ist extrem ausgepragt und bewirkt, da? Fehler einer
Generation in den folgenden Generationen wieder begangen werden. Man braucht nur nach
Jugoslavien sehen, um zu wissen, da? trotz der Erfahrungen vor 50 Jahren die Menschen
nicht gelernt haben und rassistische Ubergriffe auf andere ethnische Gruppen an der
Tagesordung sind. 
Was hei?t das fur uns junge Europaer in der Zukunft. Einerseits lernt man im Roman von
Josef Haslinger, da? viele Menschen schwach sind und nach einer starken, manipulativen
Fuhrung schreien. Das kann ein Politiker oder ein Richter sein, das konnte aber auch
Fernsehen oder Internet sein, dem man ziemlich unkritisch und unreflektiert
gegenubertritt. Die gro?te Gefahr besteht darin, da? man vergi?t was in der Vergangenheit
fur schreckliche Dinge in Europa passiert sind und so naiv ist, um allen moglichen
Verlockungen, sei das politisch oder gesellschaftlich, nachzulaufen. Von politischer
Seite mu? dafur Sorge getragen werden, da? eine hohe Beschaftigungsrate gewahrleistet
wird. Denn nur durch Sicherheit und Zukunftsperspektiven kann man extreme Tendenzen
bekampfen. D.h. durch Verbot von rechtsextremen Tendenzen verlagert man diese Menschen
nur in den Untergrund aber man kann sie nicht verhindern. Nur durch wirtschaftspolitisch
aber auch sozial ausgewogene Ma?nahmen kann man Vorfalle wie in Schweden (Polizisten von
Skinheads getotet) oder in Deutschland (Auslanderwohnheim angezundet) verhindern. 
Was Haslinger uns deutlich macht ist, da? das Phanomen der Geringste (Synonym fur Haider
oder Hitler bzw. alle anderen Frustrierten) uberall und immer wider auftreten kann und
wird. Entscheidend wird sein, da? diese Leute nicht zuviel Unterstutzung durch eine
schlechte, verlogene Politik bekommen. Hitler hat von der hohen Arbeitslosigkeit
profitiert. Haider profitiert von der Frustration der Osterreicher mit den Auswuchsen
einer fast 50-jahrigen sozialistischen Alleinregierung. Erscheinungen wie Hitler und
Haider sind historische Einzelfalle. Aber Fremdenfeindlichkeit und Unverstandnis fur
alles Neue ist latent in jeder Bevolkerung vorhanden. Ob dieses latente Gefuhl zum
Problem wird hangt von vielen verschiedenen Umweltfaktoren ab, die nur zum Teil vorab
beeinflu?bar sind. Ein Gro?teil der Menschen gehort zu der Gruppe der Mitlaufer, die
nicht auffallen sondern nur uberleben wollen. 
Sogar in den USA, dem melting pot der Rassen, existieren latenteund auch offene
ausgetragenen Rassenkonflikte (z.B. American History X). Fremdenfeindlichkeit wird uns
weiter in der einen oder anderen Form begleiten, jedoch mussen die Vernunftigen und
Pragmatiker uber die Unsicheren und Komplexer die Oberhand gewinnen. Das wird nur dann
gelingen, wenn man eine vernunftige wirtschafts- und damit auch arbeitsmarktfreudliche
Politik verfolgt. 
Bibliography
BIBLIOGRAPHIE
Zeitungen:
Der Standard
Kurier
Profil
Websites:
http://www.yahoo.de
http://www.derstandard.at
http://www.kurier.at
http://www.klammeraffe.at

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